Er hatte zwanzig Minuten um zu packen und sah Braunau erst nach fünfzehn Jahren wieder
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Walter Hecht wurde am 5. Mai 1932 in Velká Ves (Großdorf) im Bezirk Broumov als Sohn der deutschen Familie von August Hecht und Berta, geborene Walzel, geboren. Er hatte eine jüngere Schwester namens Gitta. Sein Vater wurde als Angehöriger der deutschen Armee im Mai 1945 in Dänemark verwundet. Er erlebte den Einmarsch der sowjetischen Armee in Broumov. Im Juni 1945 musste er mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester im Rahmen der wilden Vertreibung ihre Wohnung verlassen und in das Lager Heidensteg in Broumov ziehen. Nach seiner Entlassung aus dem Lager lebte er bis 1947 illegal bei seinem Großvater Albin Walzel in Martínkovice. 1947 meldete sich seine Mutter zur Vertreibung, nach einem Aufenthalt im Lager in Meziměstí wurden sie mit einem Transport nach Torgau an der Elbe in der sowjetischen Zone gebracht. Nach dem Gymnasium absolvierte er eine Ausbildung zum technischen Zeichner und arbeitete in einem Konstruktionsbüro in Leuna. Von 1952 bis 1955 studierte er in Roßwein und wurde Ingenieur. Seine zweijährige Wehrpflicht absolvierte er in Marienberg, wo ihn die Stasi, die Geheimpolizei der DDR, zum Auskundschaften aufforderte. Er heiratete in 1958 und hatte einen Sohn und eine Tochter. Er arbeitete bei der Deutschen Bahn und studierte an der Technischen Universität Dresden. Seit 1960 fuhr er regelmäßig nach Broumov. Er war an der Herausgabe der Zeitschrift des Braunauer Heimatvereins „Braunauer Rundbrief“ beteiligt. Im Jahr 2016 erhielt er die Ehrenurkunde der Stadt Broumov. Im Jahr 2025 lebte er in Leipzig.